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München, einmal auf Italienisch

München und Italien verbindet mehr als die übliche Schwärmerei für Espresso, Design und ein langes Abendessen. Die Nähe ist beinahe Teil der städtischen Identität: Sobald der Sommer seinen Höhepunkt überschritten hat, werden die Abende zwar kühler, aber auf den Terrassen bleibt man trotzdem sitzen. Genau in diesem Zwischenraum aus Münchner Eleganz und italienischer Lebensfreude setzen Maserati Deutschland und The Charles Hotel mit ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Collezione Italiana“ an.

Zum Auftakt trafen sich rund 80 Gäste im Florio Restaurant & Bar des Münchner Rocco-Forte-Hotels. Medienvertreter, Unternehmer, Kunden und bekannte Persönlichkeiten aus der Lifestylewelt kamen zu einem Aperitivo-Abend zusammen, bei dem es weniger um ein klassisches Markenereignis als um die Inszenierung einer gemeinsamen kulturellen Idee ging. Auch die deutsch-italienische Business Community war vertreten, darunter der Geschäftsführer der Italienisch-Deutschen Handelskammer.

Begrüßt wurden die Gäste von Ulrich Schwer, General Manager des The Charles Hotel, und Roland Staehler, Managing Director Maserati Central Europe. Dass ein Automobilhersteller und ein Luxushotel gemeinsame Sache machen, ist zunächst keine besonders überraschende Konstellation. Interessant wird sie dort, wo nicht nur ähnliche Zielgruppen angesprochen werden, sondern unterschiedliche Erfahrungen miteinander verbunden werden: Bewegung und Ankunft, Geschwindigkeit und Aufenthalt, technisches Können und die Kunst, Gäste gut zu empfangen. Beide Häuser berufen sich auf italienische Wurzeln, doch der Abend beließ es nicht bei dekorativen Zitaten. Vor dem Hotel standen mit dem vollelektrischen Maserati Grecale Folgore und dem GranTurismo „75 Years Edition“ zwei Fahrzeuge, die sehr unterschiedliche Kapitel der Marke erzählen. Der Grecale Folgore überträgt die Vorstellung italienischer Performance in die elektrische Gegenwart. Das Sondermodell des GranTurismo blickt dagegen auf eine lange Geschichte großer Reisecoupés zurück – jener Fahrzeugklasse, deren Name bereits das Versprechen enthält, weite Strecken nicht nur schnell, sondern mit einer gewissen Souveränität zurückzulegen.

Gerade darin liegt die Verbindung zum The Charles Hotel. Auch ein gutes Hotel ist heute längst nicht mehr nur vorübergehende Unterkunft. Es soll Rückzugsort, gesellschaftlicher Treffpunkt, Restaurant, Bühne und manchmal sogar ein kleines Stück Stadt im Gebäude sein. Das Florio, benannt nach der sizilianischen Unternehmerfamilie, übersetzt diese Idee in eine zeitgenössische Form italienischer Gastlichkeit. Der Aperitivo war deshalb nicht bloß Begleitung, sondern der eigentliche soziale Motor des Abends: Man kommt nicht ausschließlich zum Essen oder Trinken, sondern um jene beiläufigen Gespräche zu führen, die zwischen einem ersten Glas und dem nächsten Teller entstehen. Der Begriff Italianità wird im Lifestylemarketing gern großzügig verteilt. Ein wenig Marmor, ein schneller Sportwagen und eine gut geschnittene Jacke müssen häufig schon genügen. Dabei beschreibt er weniger eine festgelegte Ästhetik als eine besondere Beziehung zu den Dingen. Gestaltung darf emotional sein, Handwerk sichtbar bleiben und Genuss muss nicht ständig gerechtfertigt werden. Schönheit gilt nicht als verdächtiger Luxus, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des Alltags. Vielleicht funktioniert diese Vorstellung gerade in München so gut, weil die Stadt selbst zwischen Bodenständigkeit und Inszenierung, Tradition und internationalem Anspruch pendelt.

Die „Collezione Italiana“ soll deshalb nicht bei diesem einen Abend bleiben. Maserati Deutschland und The Charles Hotel planen weitere Veranstaltungen, Gastbeiträge und Panel Talks rund um Design, Lifestyle und Genuss. Das Format ist offen genug, um mehr daraus zu entwickeln als eine Folge gesellschaftlicher Termine. Spannend dürfte vor allem werden, welche Gestalter, Unternehmer, Köche und Kreative künftig eingeladen werden und wie weit der Blick über die naheliegenden Bilder italienischen Luxuslebens hinausgeht. Denn zeitgemäße Italianità erschöpft sich nicht in Nostalgie. Sie handelt ebenso von elektrischer Mobilität, neuen Formen der Gastfreundschaft, veränderten Vorstellungen von Luxus und der Frage, warum bestimmte Produkte trotz technischer Perfektion eine emotionale Wirkung entfalten. Ein Automobil kann Fortbewegungsmittel sein – oder ein Objekt, dessen Proportionen bereits im Stand von Geschwindigkeit erzählen. Ein Hotel kann ein Zimmer anbieten – oder für einige Stunden eine eigene Welt entwerfen.

Beim ersten Abend der „Collezione Italiana“ trafen diese beiden Gedanken mitten in München aufeinander. Draußen standen die Maserati-Modelle, drinnen wanderte der Aperitivo durch den Raum. Dazwischen wurde gesprochen, betrachtet und angestoßen. Manchmal braucht es für die italienische Lebensart eben weder Mittelmeer noch Palmen. Ein früher Septemberabend, ein gutes Glas und genügend Zeit können bereits ausreichen.

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