Korbtaschen gehören zu jenen Sommerklassikern, die in regelmäßigen Abständen auf den Laufstegen, in den Urlaubsorten der Mittelmeerküste und auf den Straßen der großen Städte auftauchen. Doch nur wenige schaffen den Sprung vom saisonalen Accessoire zum echten Lieblingsstück. Genau dort setzt die Wiener Designerin Julia Skergeth mit ihrer aktuellen Basket-Bag-Kollektion für Sommer 2026 an. Die Taschen wirken vertraut und neu zugleich: inspiriert von traditioneller Handwerkskunst, weitergedacht für einen modernen Alltag zwischen Stadt, Reise und Sommerleben.
Während viele Trends heute in rasendem Tempo kommen und gehen, wächst gleichzeitig die Sehnsucht nach Dingen, die Bestand haben. Nach Produkten, deren Geschichte sichtbar bleibt. Nach Objekten, die nicht nur gestaltet, sondern geschaffen wurden. Die Korbtaschen von Julia Skergeth stehen genau für diesen Gedanken. Sie verbinden unterschiedliche Kulturen, Materialien und Fertigkeiten zu einem Produkt, das weit mehr ist als eine modische Begleitung für die warme Jahreszeit.


Der Ursprung der Taschen liegt in Bolgatanga im Norden Ghanas. Dort wird seit Generationen die Kunst des Korbflechtens gepflegt. Aus nachhaltig gewonnenem Elefantengras entstehen in aufwendiger Handarbeit die charakteristischen Grundformen der Basket Bags. Jede Tasche trägt die Handschrift jener Flechterinnen und Flechter, die dieses Wissen über Jahrzehnte weitergegeben haben. Kleine Unterschiede in Struktur und Form sind dabei kein Makel, sondern Ausdruck echter Handarbeit.
Für Julia Skergeth begann die Zusammenarbeit mit der Baba Tree Basket Company bereits vor zwei Jahren. Was zunächst als saisonales Projekt gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem der beliebtesten Bestandteile ihres Labels. Die neue Kollektion führt diese Idee nun konsequent weiter. Erstmals ergänzt eine großzügige Maxi-Version die bisherigen Größen Mini und Midi. Damit reicht die Bandbreite vom kompakten Begleiter für den Stadtbummel bis zur geräumigen Tasche für Strandtage, Wochenendtrips oder Markteinkäufe.
Nach ihrer Fertigung in Ghana reisen die Körbe nach Wien, wo sie in Handarbeit weiterbearbeitet und geformt werden. Anschließend erfolgt in Italien die Veredelung mit hochwertigen Lederhenkeln, die den Taschen ihre endgültige Silhouette verleihen. Dieser mehrstufige Entstehungsprozess wirkt fast wie eine kleine Reise durch verschiedene Handwerkstraditionen. Afrika liefert die handgeflochtene Basis, Österreich die individuelle Formgebung, Italien die präzise Lederverarbeitung. Das Ergebnis ist eine Tasche, die verschiedene kulturelle Einflüsse in sich trägt, ohne beliebig zu wirken.


Auch die Farbwelt der Saison spiegelt diesen reduzierten Ansatz wider. Mit „Mint“, „Milk“ und „Black“ präsentiert Julia Skergeth drei Nuancen, die bewusst zurückhaltend bleiben und dennoch unterschiedliche Stimmungen erzeugen. Das sanfte Grün von Mint erinnert an mediterrane Gärten und lange Nachmittage im Freien. Milk wirkt hell, leicht und sommerlich. Black verleiht dem handgeflochtenen Material eine überraschend urbane Eleganz und macht die Basket Bag auch jenseits klassischer Urlaubsklischees tragbar.
Interessant ist dabei vor allem die Haltung hinter dem Projekt. Julia Skergeth versteht Mode nicht als kurzlebiges Konsumgut, sondern als langfristige Investition in Qualität und Gestaltung. Seit der Gründung ihres Labels im Jahr 2019 verfolgt die Designerin einen Ansatz, der auf Klarheit, Funktionalität und Langlebigkeit basiert. Die ausgebildete Grafikerin und Modedesignerin verbindet präzise Gestaltung mit einem ausgeprägten Gespür für Materialien und Proportionen. Ihre Taschen zeichnen sich durch reduzierte Formen, raffinierte Details und wandelbare Trageoptionen aus. Statt auffälliger Logos oder schnell veraltender Trends stehen Konstruktion, Materialität und Alltagstauglichkeit im Mittelpunkt.



Besonders bemerkenswert ist die enge Zusammenarbeit mit Partnern, die ähnliche Werte teilen. Die Baba Tree Basket Company gilt seit Jahren als Vorzeigeprojekt für ethische Produktion und nachhaltiges Unternehmertum. Die Organisation unterstützt die lokalen Korbflechterinnen und Korbflechter nicht nur durch faire Entlohnung, sondern investiert auch in medizinische Versorgung, Bildungsangebote und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig spielen regenerative Landwirtschaft und CO₂-neutraler Versand eine zentrale Rolle innerhalb der Unternehmensphilosophie.
Das Projekt wird außerdem von Sisterhood Studios aus Wien unterstützt. Das Unternehmen engagiert sich für kreative Kooperationen mit sozialem und kulturellem Mehrwert und teilt die Überzeugung, dass traditionelle Handwerkskunst auch in einer digitalisierten Welt ihren Platz behalten sollte. Gemeinsam entsteht so ein Netzwerk, das weit über die Produktion einer Tasche hinausgeht.
Vielleicht erklärt genau das den Erfolg der Basket Bags. Sie wirken weder folkloristisch noch überinszeniert. Stattdessen verbinden sie Authentizität mit zeitgemäßem Design. Die Taschen erzählen von Handwerk, ohne nostalgisch zu werden. Sie greifen traditionelle Techniken auf, ohne sich auf die Vergangenheit zu beschränken. Gerade in einer Modewelt, die zunehmend nach Herkunft, Transparenz und Bedeutung fragt, treffen sie damit einen Nerv der Zeit.

So wird die Korbtasche im Sommer 2026 nicht nur zum modischen Accessoire, sondern zum Symbol eines neuen Luxusverständnisses. Ein Luxus, der nicht durch Lautstärke definiert wird, sondern durch Herkunft, Qualität und die Menschen, die hinter einem Produkt stehen. Genau darin liegt die besondere Stärke der Basket Bags: Sie tragen eine Geschichte in sich, lange bevor der erste Sommer beginnt. Weitere Informationen unter Julia Skergeth

